{"id":15547,"date":"2015-07-22T05:41:48","date_gmt":"2015-07-22T03:41:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=15547"},"modified":"2015-07-22T08:03:26","modified_gmt":"2015-07-22T06:03:26","slug":"immaterial-18","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=15547","title":{"rendered":"Immaterial"},"content":{"rendered":"<p>\u201eDie Bedeutung des einzelnen Bildes tritt gegn\u00fcber der Formensprache, in der sie zum Ausdruck kommen, zur\u00fcck.\u201c<\/p>\n<p>Distanz (der Witz)<br \/>\nund<br \/>\nDistanzlosigkeit (Trennung von Kunst und Leben aufgehoben, Rahmen entfernen)<br \/>\nDistanz als Aufhebung der Trennung. Mit der Entfernung vom Gegenstand schwindet die Grenze.<\/p>\n<p>Konzepte stehen in einem Verh\u00e4ltnis zu bereits bekannten, etablierten Vorstellungen, Traditionen, unhinterfragen Konzepten.<\/p>\n<p>Etwas konzeptualisieren: die Klangfarbenmelodie kommt auch schon im Tristanvorspiel kurz vor, Sch\u00f6nberg hat sie konzeptualisiert, also zum einzigen Thema gemacht.<\/p>\n<p>Etwas konzeptualisieren: Ein Prinzip abstrahieren und dann in vielen Varianten exemplifizieren; es durch viele Varianten ausdr\u00fccken.<br \/>\nKonzeptualisieren hei\u00dft, Varianten\/Exemplare bilden<\/p>\n<p>Eine Ideengeschichte der Musik, der Musikerfindung \u2013 wann kam zum ersten, zum allerersten Mal jemand auf den Gedanken, den Dreiklang repetitiv zu brechen; wann entstand der erste komplett homophone 4stimmige Choral. Eine Geschichte der ersten Male. Wo also eine Vereinigung, eine versteckte Zeugung, eine Stimulation zum Orgasmus, zum Samenaussto\u00df und \u2013empfang, eine Schwangerschaft und Geburt stattgefunden hat mit allem Ruch und aller Grenz\u00fcberschreitung, also Gewalt und Liebe der Sexualit\u00e4t, Eindringendes und Hurendes. \u201eUnd dann k\u00fcssten wir uns\u201c \/ \u201eUnd dann k\u00fcsste er mich\u201c.<\/p>\n<p>Eine Idee ist das \u201ekleinste m\u00f6gliche Ganze\u201c (Musil, 1916). Der Konzeptualismus kommt aus dem Ersten Weltkrieg.<br \/>\nUmdefinition des Sch\u00f6nheitsbegriffs: So wie man auch sagen kann \u201eDie wilde Sch\u00f6nheit der Gefahr\u201c.<\/p>\n<p>\u201eEr hatte selbst, mit der Hilfe seiner Mutter, G\u00e4a, seinem Vater die Hoden abgeschnitten. Und es ist nochmals G\u00e4a, sie bereits<em>,<\/em>die die Sichel in die H\u00e4nde des Sohnes legte. Vielleicht ist sie es, nochmals, die sich mit Zeus, ihrem Enkel, gegen Kronos, ihren Sohn, verb\u00fcndete und ihn ein Pharmakon einnehmen lie\u00df, das ihn zwang, all die Kinder zu erbrechen, die er gegessen hatte.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So wie der Digitalcode das Scharnier zwischen allen Medien ist, ist der Konzeptualismus das Scharnier zwischen allen Medien.<\/p>\n<p>Wenn das Konzept, \u00e4hnlich wie der digitale Code, die Schnittstelle, das Medium hinter den \u00e4sthetischen Medien ist, was f\u00fchrt dann dazu von \u201eMusik\u201c zu sprechen. Es ist der Bezug zu Klang und \u201eMusik\u201c, wie wir sie bislang kannten mit all ihren Kontexten (Noten, Auff\u00fchrung,\u00a0 die Kultur&#8230;)<\/p>\n<p>Wesenhafte Verwandtschaft von Digitalcode und Konzepten &#8211; jenseits der medialen Manifestation.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDie Bedeutung des einzelnen Bildes tritt gegn\u00fcber der Formensprache, in der sie zum Ausdruck kommen, zur\u00fcck.\u201c Distanz (der Witz) und Distanzlosigkeit (Trennung von Kunst und Leben aufgehoben, Rahmen entfernen) Distanz als Aufhebung der Trennung. Mit der Entfernung vom Gegenstand schwindet die Grenze. Konzepte stehen in einem Verh\u00e4ltnis zu bereits bekannten, etablierten Vorstellungen, Traditionen, unhinterfragen Konzepten. 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