{"id":1514,"date":"2009-05-17T12:10:42","date_gmt":"2009-05-17T10:10:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=1514"},"modified":"2009-05-17T12:40:41","modified_gmt":"2009-05-17T10:40:41","slug":"remix-sampling-mashup","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=1514","title":{"rendered":"Remix Sampling Mashup"},"content":{"rendered":"<p>Soweit ich das erfahre und schlicht f\u00fchle sind mittlerweile haufenweise Kultur- und andere Theoretiker damit besch\u00e4ftigt, Begriffe wie Remix, Mashup, Sampling, Cut-Up, Appropriation Art etc. hochdifferenziert zu definieren. Tenor ist dann meist: Eigentlich sei all das so alt wie die Menschheit, kopiert wurde immer, etc.ppp. Dem stimme ich bei. Trotzdem nervt es, wenn immer wieder dahergeredet wird, dass schon mein Opa gesampelt h\u00e4tte, das geradezu <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/g5938E\/2889182\/Die-Meister-werdens-richten.html\">altmodisch<\/a> sei, etc.pppp. Denn der quantitative Fortschritt der Medientechnologie in Sachen Rechnerleistung und Speicherkapazit\u00e4t bringt auch einen qualitativen Sprung (oder man bedenke, wie die API-Technik, das Einbetten von externen Inhalten, das Gesicht des Web in den letzten drei Jahren stark ver\u00e4ndert hat). Der DJ hatte 2 Turntables und 100 Platten, jetzt hat die Festplatte praktisch die gesamte Musikgeschichte parat. Die gro\u00dfe Menge ist keine Frage der Auswahl, sondern der Filterung. &#8222;Reduktion von Komplexit\u00e4t&#8220; propagiert Luhmann, wobei ich f\u00fcr die Kunst auch die umgekehrte Strategie probieren m\u00f6chte: Komplexit\u00e4t zulassen. In meiner Blogpost-Reihe <a href=\"http:\/\/www.kulturtechno.de\/?s=%C3%A4sthetik+der+gro%C3%9Fen+zahl&amp;x=0&amp;y=0\">\u00c4sthetik der gro\u00dfen Zahl<\/a> habe ich Beispiele gebracht.<\/p>\n<p>Zur Festplatte: Wenn die Musikgeschichte derart pr\u00e4sent ist (physisch in Form der Festplatte), dann hat das einerseits den Aspekt der Erdr\u00fcckung (inhaltlich, so viel und die &#8222;gro\u00dfen Meister&#8220;), andererseits der krassen Vereinfachung (formal &#8211; alles kleine Dateien). In diesem Gegensatz befindet sich Remix etc.ppppp. heute. Die Darstellung davon w\u00e4re, dass es viel verschiedenes gibt, aber verkleinert.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/joomla.stock11.de\/content\/view\/18\/27\">Martin Sch\u00fcttler<\/a> hat mich auf <a href=\"http:\/\/www.laut.de\/wortlaut\/artists\/a\/akufen\/biographie\/index.htm\">Akufen<\/a> hingewiesen (Danke, Martin!), der mir bl\u00f6derweise entgangen ist. Er hat das treffende Stichwort gepr\u00e4gt: Mircosampling. Die Musik finde ich teilweise gro\u00dfartig, anderenteils ist sie mir allerdings doch wieder zu sehr Standard-Clubsound (aber &#8211; musikalisch &#8211; immer noch 1000x besser als der gehypte <a href=\"http:\/\/thru-you.com\/\">Kutiman<\/a>). Jedenfalls ist sie sehr gutes Beispiel f\u00fcr das, was ich &#8222;Hyperintervalle&#8220; nenne. Akufen macht keine Melodien aus einzelnen T\u00f6nen, sprich aus Intervallen, sondern aus Samples &#8211; dann sind es Hyperintervalle.<\/p>\n<p>In meiner eigenen Musik habe ich die Technik entwickelt, normale T\u00f6ne durch kurze Samples zu ersetzen. Das kann man dann praktisch auf jeden Stil, der mit &#8222;normalen T\u00f6nen&#8220; arbeitet, anwenden; ich ziehe fast alle Techniken der Neuen Musik der letzten 50 Jahre daf\u00fcr heran und das habe ich nun auch fast ersch\u00f6pft. Als n\u00e4chstes w\u00e4re Popularmusik dran, aber nat\u00fcrlich doch avantgardisiert. Wie auch immer, abwarten.<\/p>\n<p>Hier zwei Tracks von Akufen:<\/p>\n<p><object classid=\"clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000\" width=\"425\" height=\"344\" codebase=\"http:\/\/download.macromedia.com\/pub\/shockwave\/cabs\/flash\/swflash.cab#version=6,0,40,0\"><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\" \/><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\" \/><param name=\"src\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/7rMYoctQnWM&amp;hl=de&amp;fs=1\" \/><embed type=\"application\/x-shockwave-flash\" width=\"425\" height=\"344\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/7rMYoctQnWM&amp;hl=de&amp;fs=1\" allowscriptaccess=\"always\" allowfullscreen=\"true\"><\/embed><\/object><\/p>\n<p><object classid=\"clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000\" width=\"425\" height=\"344\" codebase=\"http:\/\/download.macromedia.com\/pub\/shockwave\/cabs\/flash\/swflash.cab#version=6,0,40,0\"><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\" \/><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\" \/><param name=\"src\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/TIszaVmWZP4&amp;hl=de&amp;fs=1\" \/><embed type=\"application\/x-shockwave-flash\" width=\"425\" height=\"344\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/TIszaVmWZP4&amp;hl=de&amp;fs=1\" allowscriptaccess=\"always\" allowfullscreen=\"true\"><\/embed><\/object><\/p>\n<p>[ad#ad2]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Soweit ich das erfahre und schlicht f\u00fchle sind mittlerweile haufenweise Kultur- und andere Theoretiker damit besch\u00e4ftigt, Begriffe wie Remix, Mashup, Sampling, Cut-Up, Appropriation Art etc. hochdifferenziert zu definieren. 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