{"id":14003,"date":"2014-10-04T09:42:49","date_gmt":"2014-10-04T07:42:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=14003"},"modified":"2014-10-09T12:32:34","modified_gmt":"2014-10-09T10:32:34","slug":"kleine-weltreise-tagebuch-28","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=14003","title":{"rendered":"Kleine Weltreise &#8211; Tagebuch #28"},"content":{"rendered":"<p>Monty Pythoneske Performance: Ein Musiker ging mit mir durch das labyrinthische Staatstheater und sp\u00e4ter in der verwinkelten Stadt, aber aus H\u00f6flichkeit lie\u00df er mich st\u00e4ndig vorausgehen \u2013 kenne ich denn den Weg?!<\/p>\n<p>Che Guevara firmiert als \u201eGro\u00dfer\u201c des Landes neben Evita, Borges und Piazzolla auf Restaurantspeisekarten. Wusste nicht, dass er Argentinier war. \u201eChe\u201c ist hier ein Gru\u00dfwort. Ernesto Guevara hatte noch mal Bolivars Traum von den Vereinigten Staaten von S\u00fcdamerika. <\/p>\n<p>Gleich f\u00e4llt einem auf, dass es in Argentinien nahezu keine Schwarzen gibt. Nicht, dass es hier fr\u00fcher keine Sklaven aus Afrika gegeben h\u00e4tte, zwischenzeitig bestand ein Drittel der Bev\u00f6lkerung aus \u201aNegersklaven\u2018, aber viele der M\u00e4nner fielen in Kriegen wie dem gro\u00dfen lateinamerikanischen Krieg (Paraguay), w\u00e4hrend man die schwarzen Frauen, anders als in den USA und Brasilien, als Partner nicht schm\u00e4hte; hoffentlich kann man auch sagen: vice versa. Das schwarze Pigment ist in Argentinien vollst\u00e4ndig vermischt.<\/p>\n<p>In der Stadt ist 24 Stunden am Tag Leben, man kann mitten in der Nacht in ein gut besuchtes Restaurant gehen.<br \/>\nBuenos Aires muss einmal eine Sch\u00f6nheit gewesen sein. Viele gro\u00dfe H\u00e4user von der vorigen Jahrhundertwende, die jetzt schmutzig und heruntergekommen sind.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/wikitravel.org\/upload\/shared\/\/thumb\/4\/4c\/Buenos_Aires_Argentina.JPG\/300px-Buenos_Aires_Argentina.JPG\" class=\"alignnone\" width=\"300\" height=\"223\" \/><\/p>\n<p>Letztes Jahr wurde hier im Staatstheater von Buenos Aires Lachenmanns <em>M\u00e4dchen mit den Schwefelh\u00f6lzern<\/em> gegeben. Angeblich hat das Publikum beim Applaus schlie\u00dflich \u201eOl\u00e9, Ol\u00e9..!\u201c gesungen. Wenn es dem armen M\u00e4dchen hilft&#8230;<br \/>\nIch fand das nie ein Ideal, dass das Publikum einem sogleich um den Hals f\u00e4llt, kriege bisweilen regelrecht Ekelgef\u00fchle bei Komponisten, die ihre Musik darauf anlegen; haben wohl zu Hause zu wenig oder zu viel Liebe abgekriegt. Gefallsucht, nur die herrschende Meinung best\u00e4tigend. Wenn es mir doch mal passiert, ist Revision angesagt. Nach der Matth\u00e4uspassion, nach Weberns Aphorismen ebenso wie nach einer Vorf\u00fchrung von <em>Sal\u00f3 <\/em>oder der <em>Hamletmaschine<\/em>, in Anbetracht von Duchamps Pissoir sind andere Reaktionen geboten als \u201eOl\u00e9, Ol\u00e9!\u201c zu singen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monty Pythoneske Performance: Ein Musiker ging mit mir durch das labyrinthische Staatstheater und sp\u00e4ter in der verwinkelten Stadt, aber aus H\u00f6flichkeit lie\u00df er mich st\u00e4ndig vorausgehen \u2013 kenne ich denn den Weg?! Che Guevara firmiert als \u201eGro\u00dfer\u201c des Landes neben Evita, Borges und Piazzolla auf Restaurantspeisekarten. 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