{"id":10495,"date":"2013-05-12T05:23:59","date_gmt":"2013-05-12T03:23:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=10495"},"modified":"2013-05-10T09:24:50","modified_gmt":"2013-05-10T07:24:50","slug":"text-asthetischer-gehalt-zwischen-autonomer-musik-und-einem-neuen-konzeptualismus-von-tobias-e-schick-erschienen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=10495","title":{"rendered":"Text &#8222;\u00c4sthetischer Gehalt zwischen autonomer Musik und einem neuen Konzeptualismus&#8220; von Tobias E. Schick erschienen"},"content":{"rendered":"<p>In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift &#8222;<a href=\"http:\/\/www.klett-cotta.de\/ausgabe\/Musik_&#038;_Aesthetik_Heft_02_April_2013\/33019\">Musik &amp; \u00c4sthetik<\/a>&#8220; ist ein Aufsatz von <a href=\"http:\/\/www.tobiaseduardschick.info\/\">Tobias Eduard Schick<\/a> erschienen, der sich mit &#8222;\u00c4sthetischem Gehalt zwischen autonomer Musik und einem neuen Konzeptualismus&#8220; befasst.<\/p>\n<p>Snip:<\/p>\n<blockquote><p>\n<strong>Der \u00bbNeue Konzeptualismus\u00ab<\/strong><br \/>\nIn den letzten Jahren machen verst\u00e4rkt Vertreter einer etwa Ende der 1970er bis Anfang der 1980er Jahre geborenen Komponistengeneration auf sich aufmerksam, die durch substantielle \u00e4sthetische Gemeinsamkeiten verbunden sind. Vielfach nehmen ihre Werke von einer materialbezogenen \u00c4sthetik Abstand und fokussieren das Interesse vorrangig auf das k\u00fcnstlerische Konzept. Kennzeichen dieses \u00bbNeuen Konzeptualismus\u00ab sind etwa die Abwendung von den der Musik immanenten strukturellen Beziehungsgeflechten und deren klanglicher Oberfl\u00e4che sowie die Fokussierung auf den Gehalt der Werke, welcher als \u00e4sthetische Aussagen verstanden wird, die die immanente Ebene der Musik \u00fcbersteigen und somit eine Br\u00fccke zur Lebenswelt schlagen k\u00f6nnen. Da der Musik jedoch ein Referenzproblem eigen ist, es nicht klar ist, worauf sie sich bezieht, weil sie von sich aus nicht in eindeutiger Weise auf die Welt verweisen kann, wird die Musik vielfach mit anderen Medien kombiniert und steht etwa neben textlichen Aussagen, Videos und performativen Elementen, die in ihrem Zusammenspiel die Erfahrung des \u00e4sthetischen Gehalts, der spezifischen \u00e4sthetischen Aussage des jeweiligen Werkes erm\u00f6glichen sollen. In Johannes Kreidlers St\u00fcck Die \u00bbsich sammelnde Erfahrung\u00ab (Benn): der Ton sind Video, eingeblendeter Text und performative Gesten der Musiker integraler Bestandteil des Werks, denn nur so kann einer der zentralen Aspekte des St\u00fccks, die Objekthaftigkeit, Allverf\u00fcgbarkeit und Manipulierbarkeit (insbesondere wird geschnitten, gestaucht, neu zusammengesetzt, multipliziert) von Musik deutlich erfahrbar werden. Auch Jennifer Walshes WATCHED OVER LOVINGLY BY SILENT MACHINES (f\u00fcr f\u00fcnf Stimmen und DVD) ist eine Collage aus Gesangspassagen, Sprachperformance, Gestik und Video. Cory Arcangel stellt Sch\u00f6nbergs Klavierst\u00fccke op.11 mittels eines Zusammenschnitts von verschiedenen YouTube-Videoaufnahmen nach, in denen Katzen \u00fcber Klaviertasten laufen. Johannes Kreidlers kinect 3D sensor studies untersucht den Zusammenhang von Bewegung und Klang mit Hilfe einer speziellen technischen Konfiguration: ein Bewegungssensor ist mit einem musikalischen Algorithmus verkn\u00fcpft, wodurch bestimmte Bewegungen bestimmte Kl\u00e4nge ausl\u00f6sen. Auch ein Geigensolost\u00fcck ist Teil von kinect 3D sensor studies. Kreidler, der die Performance selbst ausf\u00fchrt, spielt jedoch nicht auf herk\u00f6mmliche Weise auf dieser, sondern die Faktur der Musik resultiert aus der Bewegung der Geige durch einen vom Sensor erfassten r\u00e4umlichen Bereich \u2013 eine witzige Infragestellung des herk\u00f6mmlichen Kausalzusammenhangs von Instrumentalmusik. Dass man die Performance sieht, ist Voraussetzung, die \u00e4sthetische Idee zu verstehen, und daher essenzieller Bestandteil des Werks. Ebenso wichtig wie die Nachvollziehbarkeit des \u00e4sthetischen Gehalts ist jedoch auch der Weltbezug der Musik. Statt um abstrakte Formen und Klangexperimente soll es um Themen gehen, die unser Leben im Hier und Jetzt betreffen. \u00bbZeitgeistiges ist ein starker Aspekt des Gehalts.\u00ab Alle oben genannten Beispiele weisen Bez\u00fcge zum Alltag auf: Walshes WATCHED OVER LOVINGLY BY SILENT MACHINES in der Bildebene und den Gesten, Die \u00bbsich sammelnde Erfahrung\u00ab (Benn): der Ton in der Verwendung eines allt\u00e4glichen Mediums und allt\u00e4glicher Techniken, Cory Arcangel durch die Verwendung von Alltagsvideos, in den kinect 3D sensor studies spielt Kreidler nicht nur Geige, sondern b\u00fcgelt auch. Martin Sch\u00fcttler geht in vielen seiner Werke von einem Alltagsklang oder einer allt\u00e4glichen Situation aus, um diese dann kompositorisch zu bearbeiten, weiterzuentwickeln und damit zu kommentieren.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Text m\u00fcndet in einem Pl\u00e4doyer f\u00fcr &#8222;immanentistische Musik&#8220;, wof\u00fcr allerdings Beispiele fehlen.<br \/>\nEine Erwiderung auf den Text von einem namhaften Autor ist angeblich in Arbeit.<\/p>\n<p>+++++++++++++<br \/>\nAphorismen des Tages:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Papierabfall strukturell<\/p>\n<p>Artikulationsmomente 9-10<\/p>\n<p>Baum<br \/>\nZeit<br \/>\nT\u00f6ne<\/p>\n<p>Berio ausgepeitscht<\/p>\n<p>Memory-Impuls<\/p>\n<p>ich werde auch weiter<\/p>\n<p>\u00c4hnlichkeit<br \/>\nSt\u00fcck<br \/>\nganz<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift &#8222;Musik &amp; \u00c4sthetik&#8220; ist ein Aufsatz von Tobias Eduard Schick erschienen, der sich mit &#8222;\u00c4sthetischem Gehalt zwischen autonomer Musik und einem neuen Konzeptualismus&#8220; befasst. 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