{"id":10204,"date":"2013-03-16T05:30:06","date_gmt":"2013-03-16T03:30:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=10204"},"modified":"2013-03-16T12:09:47","modified_gmt":"2013-03-16T10:09:47","slug":"bericht-uber-die-eplayer-software-con-timbre-nmz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=10204","title":{"rendered":"Bericht \u00fcber die ePlayer-Software conTimbre @NMZ"},"content":{"rendered":"<p>In der aktuellen <a href=\"http:\/\/www.nmz.de\/\">Neuen Musikzeitung<\/a> (Printausgabe) steht ein langer Artikel von J\u00f6rn Peter Hiekel \u00fcber die Software &#8222;<a href=\"http:\/\/www.contimbre.com\/\">conTimbre<\/a>&#8222;, deren Herzst\u00fcck eine gigantische Sammlung von ePlayer-Instrumentensamples bildet, eine umfassende digitale Erfassung der Spieltechniken der Neuen Musik. <a href=\"http:\/\/www.harrylehmann.net\/begriffe\/#e-player\">Mit Harry Lehmann<\/a> (oder auch <a href=\"http:\/\/stefanhetzel.wordpress.com\/radio\/\">Stefan Hetzel<\/a>) bin ich \u00fcberzeugt, dass diese Technologie einen enormen Einfluss auf die Entwicklung der Neuen Musik nehmen wird, bzw. f\u00e4ngt es schon an.<\/p>\n<blockquote><p>Obwohl die Software noch nicht lange auf dem Markt ist, ist sie l\u00e4ngst Usus unter den Komponisten geworden: So basiert etwa die Elektroakustik in Emmanuel Nunes&#8216; letztem Werk fast ausschlie\u00dflich auf conTimbre. Es ist gleichzeitig das erste Werk, das mit conTimbre komponiert wurde. Es hat den Titel &#8222;Eine akustische Maske&#8220;. Weitere Komponisten, die mit conTimbre arbeiten, sind Alwynne Pritchard, Roberto Rusconi, Jos\u00e9 Miguel Fernandez, Johannes Kreidler und Moritz Eggert.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/www.contimbre.com\/templates\/contimbre\/images\/logo.png\" rel=\"lightbox[10204]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.contimbre.com\/templates\/contimbre\/images\/logo.png\" class=\"alignnone\" width=\"157\" height=\"56\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich werde in einem Co-Operationsprojekt des Basler <a href=\"http:\/\/www.irmat.ch\/\">Irmat-Instituts<\/a> zusammen mit conTimbre im Herbst eine neue Performance (&#8222;Irmat Studies&#8220;) f\u00fcr Sensor-Tisch in Basel (Haus der Elektronischen K\u00fcnste \/ Gare du Nord) und Karlsruhe (ZKM) urauff\u00fchren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.esbasel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/dbale2012_irmat01.jpg\" rel=\"lightbox[10204]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.esbasel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/dbale2012_irmat01.jpg\" class=\"alignnone\" width=\"500\" height=\"375\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dazu hat mich Pirmin Bossart f\u00fcr die Jahresbrosch\u00fcre der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) interviewt:<\/p>\n<p><strong>Das IRMAT-Interface als Schrittmacher f\u00fcr die totale Musikalisierung <\/strong><\/p>\n<p><em>Warum sind Sie interessiert, mit IRMAT zu arbeiten? <\/em><\/p>\n<p>Es sind zwei Gr\u00fcnde: Sensoren bestimmen immer mehr unsere Lebenswelt, darauf m\u00f6chte ich k\u00fcnstlerisch reagieren. Zum andern bin ich auf der Suche nach neuen Formen der Klangsteuerung jenseits der klassischen Instrumente.<\/p>\n<p><em><br \/>\nSie erarbeiten zur Zeit spezifisch f\u00fcr IRMAT eine Komposition oder ein Projekt. Wie setzen Sie IRMAT ein, was ist ihr Zugang, ihre Idee?<\/em><\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte die neue Sensor-Technologie des IRMAT mit einer weiteren neuen Technologie kombinieren: Der Instrumentensample-Datenbank von conTimbre, die ein Ko-Operationsprojekt in Basel ist. Mit Sensoren und Instrumentensamples k\u00f6nnen die bekannten Instrumente auf neue Weise erfahren werden: Cello, Posaune oder Schlagzeug, gespielt ohne wirkliche Instrumente, allein mit k\u00f6rperlichen Gesten. Des Weiteren m\u00f6chte ich die Sensoren, sofern es sich realisieren l\u00e4sst, im \u00f6ffentlichen Raum, im normalen Alltag zur \u201aMusikalisierung\u2019 einsetzen.<\/p>\n<p><em>Was meinen Sie damit?<\/em><\/p>\n<p>Im Zeitalter der m\u00f6glichen totalen \u00dcberwachung kann auch die totale Musikalisierung stattfinden: Emails schreiben, Kochen, Sex, Sport usw.: Alle Bewegungen lassen sich von Sensoren erfassen und in Klang transformieren, als Klang lesen. Die Technik ist seit Jahrzehnten vorgedacht und entwickelt, jetzt aber gesellschaftliche Realit\u00e4t. In einer Solo-Performance werden diese beiden Aspekte \u2013 gestische Steuerung von Instrumentensamples und Videos von allt\u00e4glich angewandter Sensorik \u2013 verschr\u00e4nkt. <\/p>\n<p><em><br \/>\nWas ist \u2013 f\u00fcr die Produktion und die Performance von Musik &#8211; das besondere an diesem Interface? Inspiriert es zu musikalischen Ideen, die sonst vielleicht nicht auftauchen w\u00fcrden?<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Sicherlich f\u00fchrt es zu einem anderen Umgang mit Musik, zu einem anderen Zugriffsgef\u00fchl auf Kl\u00e4nge. Au\u00dferdem ist so ein Tisch viel mehr als ein Eingabeger\u00e4t f\u00fcr Musik. So k\u00f6nnen auch ganz musikfremde, allt\u00e4gliche T\u00e4tigkeiten in Musik \u00fcbertragen werden. Und: Der Tisch ist ein Display. So  kann ich f\u00fcr die Performance auch Video-Elemente integrieren.<\/p>\n<p><em>Wird IRMAT die elektronische Musik ver\u00e4ndern?<\/em><\/p>\n<p>Generell bin ich \u00fcberzeugt: Sensoren werden die charakteristischen Musikinstrumente des 21. Jahrhundert sein.<\/p>\n<p><em>In welche Richtung k\u00f6nnte oder m\u00fcsste die Entwicklung gehen, um IRMAT weiter zukunftsf\u00e4hig zu machen?<\/em><\/p>\n<p>Der Tisch k\u00f6nnte gr\u00f6\u00dfer sein, aber auch leichter. Nat\u00fcrlich w\u00e4re es toll, er w\u00fcrde billiger werden.<\/p>\n<p>+++++++++++++<br \/>\nAphorismen des Tages:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gesichtsbeschleunigung<\/p>\n<p>Denkblase Musik<\/p>\n<p>Anschnitt 83f.<\/p>\n<p>Macht mich hier M\u00e4h<\/p>\n<p>Verfremdete Helligkeit<\/p>\n<p>Lage<br \/>\nRadikalit\u00e4t<br \/>\nGrundidee<\/p>\n<p>Intervalle hineinbringen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der aktuellen Neuen Musikzeitung (Printausgabe) steht ein langer Artikel von J\u00f6rn Peter Hiekel \u00fcber die Software &#8222;conTimbre&#8222;, deren Herzst\u00fcck eine gigantische Sammlung von ePlayer-Instrumentensamples bildet, eine umfassende digitale Erfassung der Spieltechniken der Neuen Musik. 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