[Adorno about group behaviour]
Fremdarbeit @ DeutschlandRadio Kultur & Oslo
Unser Lied für Oslo! Das Ultima Festival kündigt die Aufführung von Fremdarbeit am 9.9. an:
http://www.ultima.no/nb/nyhetsarkiv/203-musikalsk-utbytting
Und heute Nacht, am Donnerstag, 10.6. um 0.05h kommt auf DeutschlandRadio Kultur eine Sendung über das Stück von Carolin Naujocks. Hier der Stream.
[A radio feature on „Fremdarbeit“ will be broadcasted this night at 0.05h on DLR]
I am sitting in YouTube
Patrick hat Alvin Luciers Rekursions-Klassiker I am sitting in a Room digitalisiert. Folgenden Text, der zugleich alles erklärt, hat er aufgenommen, auf YouTube hochgeladen, das wiederum gerippt und erneut hochgeladen, usw., genau 1000 mal:
I am sitting in a room different from the one you are in now. I am recording the sound of my speaking voice as well as the image of myself, and I am going to upload it to YouTube, rip it from YouTube, and upload it again and again, until the original characteristics of both my voice and my image are destroyed. What you will see and hear, then, are the artifacts inherent in the video codec of both YouTube and the mp4 format I convert it to on my computer. I regard this activity not so much as a demonstration of a digital fact, but more as a way to eliminate all human qualities my speech and image might have.
Vorher:
Nachher:
Außerdem können noch die Stadien 100, 250, 500, 666 und 750 eingesehen werden. Allerdings hat YouTube zwischenzeitlich, irgendwo bei 600, seine Codecs gewechselt, darum ist es also kein reines Kontinuum.
Siehe dazu früher auf Kulturtechno: Kompressionstod und meine Lucier-Adaption Music for solo Performer.
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Speech Accent Archive
Im Speech Accent Archive werden Aufnahmen von Menschen aus der ganzen Welt gesammelt, die den gleichen englischen Text einsprechen. Erinnert mich stark ans Sonologie-Institut in Den Haag, wo auch Leute aus allen Herren Ländern da waren und alle irgendwie englisch sprachen, auch wenn es sich dann zB nach spanisch mit englischen Wörtern angehört hat. Dagegen sprechen sie hier verhältnismäßig verständlich:
http://accent.gmu.edu/index.php
[“The speech accent archive uniformly presents a large set of speech samples from a variety of language backgrounds. Native and non-native speakers of English read the same paragraph and are carefully transcribed. The archive is used by people who wish to compare and analyze the accents of different English speakers.“]
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Alice Schwarzer rappt Frauenarzt
Wieder ein Beitrag in der Reihe „Man-kann-alles-auf-4/4-Takt-und-tonale-Harmonien-kleben“ und ein Beitrag über Zweckentfremdung. Alice Schwarzer liest in einer Talkshow dem Skandalrapper Frauenarzt seine eigenen Texte vor. Das ließen die Frauenarzt-Fans freilich nicht ungenutzt und bastelten einen Remix. Ich will das jetzt nicht bewerten, es ist nur interessant, inhaltlich Unvereinbares zusammengeklatscht zu erleben. Und bei aller ästhetischer Lausigkeit finde ich es noch etwas gehaltvoller als der Colbert-Report-Remix, weil hier, eben, die Bewertung weniger klar ist.
[german feminist Alice Schwarzer reads a misogyne text and is being remix’d:]
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Klavieretüden by Internet
Jason Freeman hat kleine Bausteine für eine Klavieretüde geschrieben, die der geneigte Surfer selbst formvollenden kann:
[Jason Freeman lets you create your own version of „piano etude“:]
Die Pianisten Jenny Lin hat einige Resultate davon bereits gespielt.
Konzeptuell freilich ein Klassiker, aber wie mit so vielem wird’s eigentlich erst jetzt dank Internet wirklich öffentlich realisierbar.
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Swingerized Music
Tristan Jehan hat ein Programm geschrieben, das Musikdateien derart bearbeitet, so dass aus binärem Rhythmus tertiärer Swing wird. Schöne Idee, und überraschend ist, wie glitchfrei das tatsächlich möglich ist. Photoshop’d Music!
[Python Script turns everything into a Swing – Photoshop’d Music!]
Every Breath You Take:
Sweet Child O’Mine:
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Timm Ulrichs
Eine schöne Doku über den viel zu wenig bekannten Konzeptkünstler Timm Ulrichs (früher schon mal auf Kulturtechno); wenn auch in dem Film nicht die besten Arbeiten erscheinen (doch: „Hier -> 40 000km“ ist fantastisch, vor allem wenn der Meister selber drunter vorbeigeht).
[documentary of the concept artist timm ulrichs:]
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